Grundsätzliche Bemerkungen

 

Brandschutzerziehung, so wie sie von der Arbeitsgruppe Brandschutzerziehung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Glienicke gesehen wird, basiert auf zwei wesentlichen Grundannahmen:

1.   Es macht keinen Sinn, Kindern den Umgang mit Feuer kategorisch zu verbieten.

2.   Brandschutzerziehung findet hauptsächlich im Elternhaus und im Kindergarten statt, die Verantwortung liegt bei Eltern sowie bei den Erzieherinnen und Erziehern der Kindergärten.

Es erscheint zunächst folgerichtig, seinem Kind den Umgang mit Streichhölzern zu verbieten, um so eine leichtfertige Brandstiftung zu verhindern. Diese Annahme ist so verlockend wie trügerisch. Wir gehen vielmehr davon aus, dass es sich kaum vermeiden lässt, dass Kinder mit Zündmitteln in Kontakt kommen und ein kategorisches Verbot die Faszination und damit auch die Gefahr eines Missbrauchs erhöht. Kinder hingegen, denen der verantwortliche und grundsätzlich nur im Beisein von Erwachsenen erlaubte Umgang mit Zündmittel ermöglicht wurde, sind in der Lage die Gefahren einzuschätzen. Feuer verliert seine fast schon magische Anziehungskraft und heimlichem Zündeln wird vorgebeugt.

Brandschutzerziehung muss zum selbstverständlichen Bestandteil familiärer und vorschulischer Erziehung werden. Viele Alltagssituationen sind dazu geeignet, Kinder mit den Gefahren aber auch mit dem Nutzen des Feuers zu konfrontieren und gleichzeitig geeignete Verhaltensmuster zu entwickeln.

Die Fachwarte für Brandschutzerziehung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Glienicke können und wollen deshalb weder die Verantwortung der Eltern noch die der Erzieherinnen und Erzieher übernehmen. Sie verstehen sich vielmehr als praxiserfahrene Fachleute, die mit projektartigen Angeboten Brandschutzerziehung ergänzen können.

Brandschutzerziehung, egal ob sie im Kindergarten oder bei der Feuerwehr stattfindet, bleibt eine Veranstaltung des Kindergartens mit allen versicherungsrechtlichen Konsequenzen.

Die Aufsichtspflicht liegt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kindergartens.

Alle praktischen Vorführungen werden in einer altersgemäßen Art und Weise durchgeführt. Die Unfallverhütungsvorschriften werden genauestens beachtet. Die verantwortlichen Einsatzkräfte haben sich in Lehrgängen des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg für diese Aufgabe qualifiziert.

Die Fachwarte für Brandschutzerziehung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Glienicke gehen davon aus, dass die Kinder bereits im Kindergarten an das Thema herangeführt werden sollten. Materialien können bei der Feuerwehr eingesehen, bzw. von ihr zur Verfügung gestellt werden.